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GWS Geschichtswerksttte GmbH Basel - Zentrum am Oberrhein
     
  1. Basel ist um 1300 eine aufstrebende Stadt.
  2. Der Bischof von Basel stärkt seine Stellung als Landesherr.
  3. Habsburg wird vom Stadtadel ins politische Leben Basels integriert.
  4. Im Mittelpunkt des gesellschaftlichen Lebens der Stadt stehen die Turniere.
  5. Kämpfe zwischen Habsburg und dem Bischof stürzen die Stadt zeitweise ins Chaos.
  6. Die Handwerker bleiben vorläufig ohne politischen Einfluss.

Das 13. Jahrhundert stellt für Basel eine Zeit des Aufschwungs dar. Kleinbasel wird gegründet. Durch den Bau der Rheinbrücke werden die kleine und die grosse Stadt miteinander verbunden. Das Stadtbild verändert sich durch den neuen Mauerring, die Errichtung des Rathauses, des Barfüsser- und des Predigerklosters sowie der Wohntürme als Behausungen der städtischen Oberschicht.
Entlang der Ausfallstrassen und des Birsiglaufs bilden sich aus den Niederlassungen des Handwerks und aus den klösterlichen Bauten Vorstädte, die eigene Befestigungsanlagen erhalten. Die Entstehung eines dritten Gewerbekanals am Birsig deutet auf den wirtschaftlichen Aufschwung der Stadt hin.

Basel im 17. Jh. nach Merian. Die Stadt hat noch viel spätmittelalterliche Bausubstanz bewahrt.

Kleinbasler Siegel, sichtbares Zeichen der einstigen Autonomie des "mindern Basel".

Die alte Rheinbrücke, errichtet um 1225, nach einem Kupferstich von ca. 1740.

Spalentor des inneren Mauerringes, sog. "Spalenschwibbogen". Ansicht von der Innenseite her.

Der Bischof von Basel nutzt die wachsende Verschuldung des regionalen Adels, um sein eigenes Einflussgebiet erheblich zu erweitern. Dadurch sieht sich der kleinere und mittlere Landadel in seiner Unabhängigkeit von der bischöflichen Territorialpolitik bedroht.
Nach 1260 entwickelt sich am Oberrhein ein Konflikt zwischen dem Bischof und Habsburg. Graf Rudolf wendet sich entschieden gegen den Versuch Bischof Heinrichs von Neuenburg, eine Hegemonie am Oberrhein zu errichten. Durch die Wahl Rudolfs zum König im Jahr 1273 findet die Fehde einen vorläufigen Abschluss.
Basel bleibt im Blickfeld des habsburgischen Interesses. Erst im späten 14. Jahrhundert wendet sich Habsburg den östlichen Teilen seines Reichs zu.

Burg Birseck, im 13. Jh. beliebter Aufenthaltsort der Basler Bischöfe.

Grabmal der Königin Anna und ihrer beiden früh verstorbenen Kinder im Basler Münster.

Figur eines Königs im Seidenhof, angeblich Darstellung Rudolfs von Habsburg, 14. Jh.

Liestal im 17. Jh. Bischöfliche Gründungsstadt des 13. Jh's.

Das Alltagsleben des mittelalterlichen Adels wird durch festliche Veranstaltungen aufgelockert, in deren Mittelpunkt die Turniere stehen. Ess- und Trinkgelage, Tanz und Umzüge runden das Festprogramm ab.
Bevorzugte Turniertermine sind die Fasnachts- und Pfingstfeiertage. In Basel werden auch am 8. September, am Geburtstag der Stadt- und Münsterpatronin Maria, Turniere abgehalten. Die ritterlichen Feste spielen sich in der ganzen Stadt ab, vor allem auf den Trinkstuben und in den Sälen der vornehmen Geschlechter. Die Kampfspiele selbst werden auf dem Münsterplatz ausgetragen.
Die Turniere dienen der ritterlichen Selbstdarstellung und Standesrepräsentation.

Burg Münchenstein, gegründet um 1270 von den Münch, einer führenden Psitticherfamilie.

Turnierkrönlein, gefunden auf der Burg Waldeck. Historisches Museum Basel.

Walther von Klingen siegt im Turnier.

Turnierszene, spätmittelalterlich. Basler Kalenderblatt, Universitätsbibliothek Basel.

Tischgrab des Ritters Rudolf von Thierstein im Basler Münster, Anfang 14 Jh.

Die Burger stellen im 13. Jahrhundert zusammen mit den Rittern den Rat, die oberste Stadtbehörde. Die Handwerker bleiben von Bürgerrecht und Ratsfähigkeit ausgeschlossen. Bis gegen Ende des 13. Jahrhunderts liegt die politische Macht in der Hand des Bischofs und dessen Gefolgsleuten, den Rittern und Burgern. Letztere stellen den Bürgermeister, den Schultheissen und den Rat.
Dieser wird 1260 durch die erste Handfeste des Bischofs Heinrich von Neuenburg anerkannt. Sie regelt das Wahlverfahren und die Zusammensetzung des städtischen Rats. Gleichzeitig besiegelt sie ein Schutzbündnis zwischen dem Bischof und der Stadtgemeinde. Im Kampf gegen Rudolf von Habsburg ist der Bischof auf die militärische Hilfe der Bürgerschaft angewiesen.

Basel im 16. Jh. Ansicht von Hans Pleydenwurff in der Weltchronik von H. Schedel.

Basler Stadtsiegel, 13. Jh.

Familienszene des Spätmittelalters.

Bischof von Basel, umgeben von seinen Vasallen, deren Huldigung er entgegennimmt.

Handwerk

Die Handwerker organisieren sich im 13. Jahrhundert in Zünften, bleiben jedoch politisch und gesellschaftlich machtlos. Das aufblühende städtische Gewerbe schafft zusammen mit dem Fernhandel die materiellen Voraussetzungen für den verfeinerten Lebensstil der Oberschicht.
In den Kämpfen zwischen Bischof und Habsburg beginnt sich der Handwerkerstand als dritte politische Kraft zu regen. Unter der Führung des Johann von Arguel, eines Abkömmlings aus landadligem Geschlecht, entsteht eine Volkspartei, die Einfluss auf den Rat nimmt und mit den Zunftmeistern über eine eigene Behörde verfügt. Dauerhafter Erfolg bleibt der Bewegung allerdings noch versagt.

Stiftungsbrief der Spinnwetternzunft vom Jahre 1248. Staatsarchiv Basel.

Spätmittelalterliche Schmiede mit Meister und Geselle.

Textilarbeiten, 15. Jh.

Wasserräder sind in Basel spätestens seit dem 13. Jh. in Gebrauch.